2. Tag - von Reykavik über den Thingvellier NP nach Selfoss

Um 7.30 Uhr klingelte der Wecker und um kurz nach Acht ging es auf zum Frühstück. Ein mega leckeres Frühstücks Buffett erwartete uns. Ingo bekam seinen geliebten Kaffee, für uns Mädels gab es Kakao und O-Saft und zu Essen gab es: Wurst, Eier, Speck, Waffeln, leckeres Brot, Croissants, Zimtschnecken, Joghurt, Obst ...... . Also erstmal ordentlich gefrühstückt und dann ging es Sachen packen und los. 

Heute lagen knapp 170 km vor uns. Erster Halt war der Thingvellir Nationalpark. Schnell 700 isländische Kronen per Kreditkarte fürs Parken bezahlt und los. (Bargeld brauchst du in Island eigentlich gar nicht). Kein anderer Ort ist mit der Geschichte Islands so verwurzelt wie der Thingvellir Nationalpark. Hier wurde die Generalversammlung 930 gegründet und tagte dort bis 1798. Am 17. Juni 1944 wurde hier auch die Republik Island ausgerufen!

Der Ort wird von allen Isländern hoch geschätzt und ist heute ein geschütztes Nationalheiligtum.  An diesem Ort und im Umfeld wird das Auseinanderdriften der amerikanischen und der eurasischen Platte durch tiefe Felsspalten und Risse sichtbar.

 

 

 

Bei unserer Wanderung durch den Nationalpark kamen wir zum Wasserfall Öxarárfoss. Dieser wurde wahrscheinlich künstlich angelegt um den Fluss zum Tagungsplatz hinunterzuleiten, damit die Siedler Islands, die sich hier jährlich trafen, ausreichend Wasser hatten.

In der Sifka-Spalte kann man heute übrigens zwischen der amerikanischen und eurasischen Platte schnorcheln bzw. tauchen. Allerdings nur mit Führungen, Kostenpunkt um die 140€ pro Person.

Ein sehr schöner Nationalpark in dem man sich locker 2 - 3 Stunden aufhalten kann. 

 

Für uns ging es dann weiter zu verschiedenen kleinen Aussichtspunkten, bevor das nächste große Highlight anstand. Nächster Halt war der Geysir Strokkur. Hier befindet sich auch der große Geysir (der leider nur noch selten ausbricht). "Der Geysir" ist wahrscheinlich der berühmteste der Welt und Namensgeber aller anderen Geysire auf der Welt.

Der Geysir Strokkur bricht in regelmäßigen Abständen von ca. 10 min. aus und erreicht eine Wassersäule von 25 - 35 Meter.

In dem gesamten Gebiet des Strokkur riecht es nach Schwefel bzw. vergammelten Eiern 🤢. 

 

Weiter ging es zum Gullfoss, dem Goldenen Wasserfall. Hier hatten wir wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Auch bei Regen ist der Gullfoss sicherlich imposant anzuschauen, aber so mit Regenbogen hat das schon was. 😉

Allerdings war es hier total überlaufen, man hatte das Gefühl alle Touris waren heute am Gullfoss. 

Das es den Gullfoss überhaupt noch gibt hat man dem engagierten Einsatz einer Isländerin zu verdanken, die 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerkes am Wasserfall klagte. 

 

Nächster Halt der Faxifoss. Hier war überhaupt nichts los. Ein toller kleiner Wasserfall mit kleiner Aussichtsplattform, in der Nähe ein Campingplatz und eines kleines Gasthauses. Hier haben wir lecker Pizza, Burger und Fish & Chips zum Abendbrot gegessen mit einem tollen Blick auf den Wasserfall.

 

Nun ging es weiter zu unserer Unterkunft zum SEL Guesthouse in Selfoss. Hier erfuhren wir leider, dass die Unterkunft überbucht sei und man für uns im 10 km entfernten Ort eine andere Unterkunft gebucht hatte. Wir uns also wieder auf den Weg gemacht. Vor Ort  (Minniborgir Cottages) erfuhren wir, dass wir das Frühstück am nächsten Tag selber zahlen sollten. Kurze Rücksprache mit Erlingsson Naturreisen und wir bekamen das Geld umgehend erstattet. 👍 Außerdem hatten wir das Glück, das an unserem kleinen Blockhaus ein Hot Tub war, den wir an dem Abend noch genutzt haben. Man muss auch mal Glück haben.